Musikinstitut Allegro

Klavierunterricht auf höchstem Niveau bei M.A. Alla Gonchar

Profitieren Sie von langjähriger pädagogischer und künstlerischer Erfahrung. Mit individuell abgestimmtem Unterricht begleitet Sie Alla Gonchar gezielt auf Ihrem Weg – vom ersten Ton bis zur erfolgreichen Aufnahmeprüfung an Musikhochschulen.

Ihr musikalischer Weg beginnt hier

Bei M.A. Alla Gonchar stehen Sie als Schüler im Mittelpunkt. Mit viel Erfahrung, Feingefühl und einer klaren Methode unterstützt sie Sie dabei, Ihre musikalischen Fähigkeiten gezielt zu entwickeln und Ihre Ziele zu erreichen.

Erfolgreich zur Aufnahmeprüfung im Musikstudium

M.A. Alla Gonchar bereitet Sie professionell und individuell auf Eignungsprüfungen an Musikhochschulen und Universitäten vor – mit fundierter Methodik, intensiver Betreuung und nachweisbaren Erfolgen.

Entdecken Sie Ihr musikalisches Potenzial

Mit Leidenschaft, Erfahrung und einem geschulten Blick für individuelle Stärken begleitet M.A. Alla Gonchar Sie auf Ihrem künstlerischen Weg – und hilft Ihnen, über sich hinauszuwachsen.

Exzellenter Klavierunterricht mit nachweisbaren Erfolgen

Seit vielen Jahren begleitet M.A. Alla Gonchar Schüler erfolgreich auf ihrem Weg zum Musikstudium. Ihre fundierte Ausbildung, pädagogische Expertise und künstlerische Erfahrung garantieren Unterricht auf höchstem Niveau.

🎹 Vom Neuanfang zur Leidenschaft – Alexanders musikalische Reise

Alexander Walz, 9 Jahre alt ist seit 15 Monaten bei Frau Gonchar im Klavierunterricht.

Er hat sehr grosse Fortschritte gemacht!

Frau Gonchar hat Alexander richtig erkannt und unterrichtet ihn auch gezielt nach seinem Können und Charakter. Sie hat ihn musikalisch sehr viel beigebracht. Er hört mittlerweile mit Begeisterung klassische Musik!

Alexander hört die Musik jetzt ganz anders. Er hört sie mit dem Herzen und Verstand. Er hört die Melodien und Harmonien auch richtig heraus. Somit spielt er mit Gefühl und Verstand und versucht dies auch auf die Tasten zu bringen. Frau Gonchar hat Alexander auch beigebracht richtig zu lernen und effektiv zu üben!

Durch ihren hervorragenden Unterricht ist Alexander mit Begeisterung dabei, die Welt der klassischen Musik zu erobern und Stück für Stück zu bearbeiten. Was ich toll finde, ist auch ihr Einsatz, den Kindern Musiktheorie und Musikwissen beizubringen! Dadurch lerne ich jedes Mal eine Menge dazu. Zudem merkt man wie wichtig die Theorie für die Praxis ist. Wir kommen aus Günzburg und ich fahre 50 km. nach Neusäss zum Unterricht und das tue ich gerne, weil ich sehe und höre was für Fortschritte er macht! Ich schätze ihre Pädagogische Arbeit dabei sehr!

🎄 Ein bewegender Auftritt

Nun möchte ich noch daher eine schöne Erfahrung daraus mitteilen. Am Wochenende hatte Alexander einen Auftritt auf einer Vereinsweihnachtsfeier. Er spielte zwei Musikstücke von Robert Schumann und noch ein modernes Lied. Und nach seinem Auftritt kamen zwei Damen, die sich bedankt haben. Sie sagten , Sie hätten schon lange nicht mehr so etwas schönes gehört! Und sie hatten Tränen in den Augen und waren gerührt.

Ich möchte noch hinzufügen, dass Alexander bevor er bei Frau Gonchar war, nicht mehr Klavier spielen wollte. Sie hat ihn wieder dazu gebracht. Dafür bin ich ihr sehr dankbar!

In diesem Sinn ein Großes Lob und Dankeschön an Frau Alla Gonchar!

🏆 Musikalische Erfolge

Unser Sohn Alexander hat dank Frau Gonchar den 2 ten Platz am Musikwettbewerb an der Musikschule Neusaess am 14.06.2018 gewonnen!

Aktuell üben wir dieVariationen von Isaak Berkowitsch über ein Thema von Paganini bei Frau Gonchar mit großem Vergnügen!

P.S. Nach 5 Jahren:

Liebe Frau Gonchar,

ich wollte ihnen hier mal erzählen, wie es gerade bei mir läuft. Also, Klavier mäßig übe ich gerade das Prälüdium in Cis-Moll von Rachmaninov ein, schwierige Sache, aber ich krieg’s hin. Anderweitig habe ich einen Verlag gegründet, die „Edition Lettara“, wo ich historische und gegenwartstexte, die mir gut gefallen, verlege. Ich mache mittlerweile auch Grafiken (Zeichnungen etc.), und bin damit auch erfolgreich.

Mittlerweile bin ich auch in einer Band un einem Streicheresemble als Klavierbegleitung tätig.

Liebe Grüße,

Alexander Walz

15 Jahre alt, Februar 2024

Vielen Dank, Frau Walz, Günzburg

Interview mit Alla Gonchar, Musik- und Klavierpädagogin

 

 

Alla Gonchar ist als Musikpädagogin und Klavierpädagogin aktiv. Sie hat am Konservatorium Uman/Ukraine in Kiew ihr musikpädagogisches Studium mit einem pianistischen und pädagogischen Abschluss absolviert. Seit ihrer Umsiedlung nach Deutschland hat sie außerdem ein Studium der Musikpädagogik, Musikwissenschaft und Kunstgeschichte an der Universität Augsburg abgeschlossen und dort unterrichtet. Seitdem gibt sie ihre Erfahrungen im Klavierunterricht weiter und bereitet beispielsweise auch Schülerinnen und Schüler für Aufnahmeprüfungen zu einem Musikstudium vor.

Nützliche Links:

https://musikinstitut-allegro.de/

https://www.bechstein.com/centren/augsburg/service/klavierunterricht/

https://www.myheimat.de/neusaess/c-kultur/die-musikpaedagogin-alla-gonchar-oeffnet-ihre-tueren-fuer-jeden-der-interesse-an-einer-gruendlichen-klavierausbildung-hat_a3464621

https://consent.youtube.com/m?continue=https%3A%2F%2Fwww.youtube.com%2F%40essenzconversationwithalla8049%3Fcbrd%3D1&gl=DE&m=0&pc=yt&cm=2&hl=de&src=1

@alla_allegro

@allagoncharimprodance6652

Bearbeitetes Interview mit Alla Gonchar am 18. November 2025

Im Folgenden eine bearbeitete Fassung des zweiten Teils des Interviews zum Thema Musik und Ballett, das mich besonders interessiert hat.

Du hast dich auch intensiv mit klassischem und modernem Ballett auseinandergesetzt bzw. bist ja selbst als Tänzerin sehr aktiv, was man ja auch in vielen YouTube – Videos sehen kann. Wie kam es denn zum Thema Tanz?

Ganz einfach, der Tanz war eigentlich vor der Musik. Ballett war mit fünf, Musikschule erst mit sieben. Das waren die Entscheidungen von meinen Eltern, weil ich auffallend beweglich und musikalisch war. Eine Nachbarin, die Klavierlehrerin ist, hat meiner Mutter vorgeschlagen, ob ich nicht die Aufnahmeprüfungen in der Musikschule probieren sollte, weil ich andauernd gesungen und eben getanzt hab, und das sind, wie ich heute auch bestätige, die zwei wichtigsten Voraussetzungen für eine Klavierausbildung, dass das Kind vorher singt und tanzt. Ich habe im Februar Aufnahmeprüfungen gemacht, gleich nachdem ich gerade sieben Jahre alt wurde. Ich habe die Prüfungen gut bestanden, und so kam ich zu der hervorragenden Lehrerin in der Musikschule, Natalia Grischenko, Absolventin der Gnessin-Akademie, und so fing das an.  

Gibt es eine bestimmte Stilrichtung, die du bevorzugst?

Es wechselt genauso wie mit den Komponisten, phasenhaft. Zu Beginn tanzte ich klassisches Ballett, danach kamen moderne Tänze. Mit 13 hab ich zum Beispiel Michael Jacksons „Thriller“ mit der Gruppe getanzt und Rock ’n‘ Roll. Danach gab’s eine Pause wegen des Klavierstudiums, und als ich hier in Deutschland angefangen habe, weiter zu studieren, ich glaube nach dem 2. Semester, hab ich mich wieder bei einer Tanzschule eingeschrieben, und da ging es mit Standard-Latein weiter, Salsa, Cha-Cha-Cha und wie sie alle heißen. Danach gab’s argentinischen Tango, Salsa, Kizomba und ‚Contemporary Ballet‘, was ich am allermeisten liebe, und jetzt hab ich gerade Flamenco angefangen.

Welche Musik ist eigentlich überhaupt für Tanzmusik geeignet, also als Choreographie umsetzbar?

Absolut alles. Du bist natürlich mit deinem technischen Equipment wahrscheinlich etwas begrenzt. Aber darum geht’s auch nicht. Wir sind ja schließlich keine Profitänzer.

Du hast gerade von Denken jetzt gesprochen. Wie steht’s da um die Fantasie, die eigene Fantasie, die man da miteinbringt?

Das ist nämlich das Wichtigste. Kein Geringerer als Schubert sagte, das Wichtigste ist die Fantasie. Und wenn das schon Franz Schubert sagt…

Andere, so „banale“ Dinge wie Atemtechnik, allgemeine Fitness, Körperbeherrschung, was spielt denn das für eine Rolle dann beim Tanz?

Natürlich musst du üben, Wunder geschehen nicht. Ganz klar. Manchmal üb‘ ich mehr, manchmal weniger, und im Sommer, wenn es zu heiß ist, da hast du es einfach etwas schwerer als zum Beispiel am Flügel. Die Hitze macht ja nicht soviel aus, wenn du Klavier übst. Im Tanz kannst du dich dagegen nicht schützen. Das ist körperlich. Da ich den Vergleich habe, es ist viel viel intensiver.

Spielt da eigentlich auch die Ernährung eine Rolle?

Ja, natürlich musst du auf deine Ernährung achten, weil, kaum hast du, so wie ich zum Beispiel, ein paar Kilos zugenommen…, das ist einfach viel leichter, wenn du leicht bist. Du kannst deinen Körper besser, schneller drehen, du kannst einfach besser damit umgehen. Es ist nur ein Instrument, das du zur Verfügung hast, um sich plastisch auszudrücken. Und es ist einfach bequem, ein leichtes Gewicht zu haben.

Tanzt du eigentlich mehr nach einer festgelegten Choreographie oder eher spontan?

Ich höre mir ein Stück mehrmals durch, manches spiele ich selber. Wenn ich mir das Stück anhöre, dreht sich eine choreographische Geschichte im Kopf. Ein Musikwerk ist immer mit entweder einem Gemälde zu vergleichen oder mit einem Buch, oder mit einem Gefühlserlebnis. Das ist immer eine Geschichte, da sind immer Klanggebungen dabei, das ist immer ein Format. Die Kriterien für einen Tanz, Bild, Buch, Musikwerk, architektonisches Werk, sind immer dieselben, mit Kulmination, mit der Dynamik, mit den Farben, Plastik, Phrasierung und mit dem Inhalt natürlich.

In welchem Alter sollte man bei entsprechender Eignung überhaupt mit dem Ballettunterricht beginnen?

Je früher, desto besser. Fünf ist ein gutes Alter.

Und wie wird denn so eine Eignung dann überhaupt festgestellt? Es ist ja nicht jeder geeignet für’s Ballett.

In Russland nicht. In Deutschland schon. Und inzwischen, find ich, eine goldene Mitte ist gesund.

Das ist wie beim Klavierspiel oder Geigenspiel. Die Größe deines Apparates, deine Auswärtsdrehung und Auswärtsstellung sind maßgeblich. Die Frage ist, wie weit du kommen möchtest und für welche Ziele du dich entscheidest, und genauso ist es mit den Füßen im Tanz. Ob du Rechtsbeiner bist oder Linksbeiner, das ist genau so, als ob du mit der rechten Hand schreibst oder mit der linken. Genauso ist es mit den Füßen. Ich bin zum Beispiel Linksbeiner.

Das ist interessant. Pianisten können ja beliebig lang vom Alter her spielen, mit über 90 auch noch. Bis zu welchem Alter kann man, ohne dass man die Gesundheit ruiniert oder gefährdet, klassisches Ballett tanzen?

Das kommt d’rauf an. Profis gehen so mit plus minus 40 Jahren schon in Rente, weil die meisten von ihnen leidenschaftlich unterrichten und ihr Können weitergeben. Das ist natürlich immer sehr individuell wie dein Körper mithält. Es gibt natürlich Menschen wie Plisetskaya, Alonso, sehr viele, die das bis in’s hohe Alter gekonnt hatten.

Demis Volpi – der Nachfolger von John Neumeier in Hamburg – hat einmal geäußert: „Ich möchte, dass das Publikum im Theater träumen und fühlen kann. Dass es versteht, was passiert.“

Braucht der durchschnittliche weibliche bzw. männliche Zuschauer oder Zuhörer bestimmte Vorkenntnisse, um eine Ballettaufführung genießen zu können?

Ja. Speziell John Neumeier, ohne zu wissen, dass du auf ihn zu sprechen kommst, der übrigens erst nach seinem 80. Geburtstag aufgehört hat zu unterrichten, wollte ich unbedingt erwähnen, weil das wie John Cranko und Irgi Kilian (Mozart ist seine Spezialität) für mich einige der größten Choreographen im Tanz sind. Das bewundere ich. Wie kann man, zum Beispiel wie Neumeier, so intellektuell hervorragend Beethovens und vor allem Mahlers Sinfonien choreographieren.

Was möchtest du noch zum Schluss Musik- bzw. Tanzliebhaberinnen und – Liebhabern mit auf den Weg geben?

Zu tanzen und Musik zu „sehen“. Ballette zu hören. Also ich sag immer, Ballette hören. Ganz einfach. Instrumentalspiel und Tanz sind siamesische Zwillinge, denn beide befinden sich in delikater Bewegung.

Originalquelle:https://kulturmonamour.de/uncategorized/interviews/

Instrumental- und Gesangspädagogik am Leopold-Mozart-Zentrum

Ein Interview mit Prof. Dr. Martin Loritz und Alla Gonchar

Das Leopold-Mozart-Zentrum (LMZ) an der Universität Augsburg bildet Musikerinnen und Musiker nicht nur künstlerisch, sondern auch pädagogisch aus. Im Gespräch mit Prof. Dr. Martin Loritz (ML), Professor für Instrumental- und Gesangspädagogik, und Alla Gonchar (AG), Dozentin für Instrumentalpädagogik, geht es um die Wege, die Motivation und die Freude am Musikunterricht.


Worum geht es in der Instrumental- und Gesangspädagogik?

ML: Es geht darum, wie man als Musikerin bzw. Musiker in die Lage versetzt wird, kompetenten Instrumental- oder Gesangsunterricht zu erteilen, in Musikschulen oder auch im privaten Unterricht.

Wie ist die Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP) am LMZ in den Bachelorstudiengang Musik integriert?

ML: Jeder, der Musik am LMZ studiert, muss sich bereits zu Beginn für ein Profil von dreien entscheiden: Instrumental- und Gesangspädagogik (IGP), Blasorchesterleitung (BOL) oder Elementare Musikpädagogik (EMP). Im Profil IGP kommen die jungen Musikerinnen und Musiker mit einem Instrument bzw. ihrer Stimme als Hauptfach, welches über alle Semester in der künstlerischen Weiterentwicklung im Mittelpunkt steht, und erfahren zusätzlich, wie sie diese musikalisch-künstlerische Kompetenz an andere weitergeben können. Bei BOL steht das Dirigieren, bezogen auf sinfonische Blasmusik, im Mittelpunkt, bei EMP die musikpädagogische Arbeit mit Gruppen und Personen jeden Alters außerhalb der staatlichen Schulen.

Das heißt, im Studium mit Profil IGP wird man Künstler und Lehrer?

ML: So könnte man es sagen. Die Mehrzahl der Musikhochschulen in Deutschland hat pädagogische Anteile. Bei uns wird dieser Anteil jedoch zum wichtigen Zusatzbaustein für einen späteren Beruf. Wir sind unserem Namensgeber Leopold Mozart sehr verpflichtet, der eben auch ein sehr engagierter Lehrer war, dessen Violinschule bis heute Standard ist.

Heißt das, dass man bei der künstlerischen Ausbildung Abstriche macht?

ML: Nein, im Gegenteil, man bekommt mehr dazu. Wir sind der Meinung, dass nur ein wirklich guter Künstler auch gut unterrichten kann, weil er sein Instrument/die Stimme und die musikalischen Möglichkeiten zur Gänze beherrscht. Aber umgekehrt wird auch ein Schuh daraus: Es gibt praktisch keinen Künstler, auch unter den Weltstars, der nicht auch irgendwann einmal unterrichtet. Und das sollte er/sie auch können.

„Die Entscheidung, wohin es einen in der beruflichen Ausbildung drängt, ist ja noch nicht immer so klar: Meistens ist nur sicher: Man liebt die Musik und möchte sie ein Leben lang nicht missen. Während des Bachelorstudiums beginnt man zu begreifen, wohin es einen zieht: Ob man das Zeug und auch das Durchhaltevermögen für die solistische Karriere und den Orchesterberuf hat, ob man auch mit den privaten Einschränkungen, die häufig damit verbunden sind (Nachtarbeitszeiten, familiäre Einschränkungen, hohe Mobilität u.a.m.) leben möchte. Wenn man das kann und möchte, kann man am LMZ ein künstlerisches Masterstudium anschließen. Oder man merkt, dass die Vermittlung der Musik vielleicht die viel spannendere Aufgabe ist.“

Wie wird man auf die unterschiedlichsten Aufgaben im Studium vorbereitet?

ML: Hier am LMZ gibt es eine hohe Praxiskomponente: Es gibt Praktika an Musikschulen, sowohl das Dem-Profi-über-die-Schulter-schauen, das ist die Hospitation. Die Studierenden bekommen den gesamten Alltag der Musikschulen mit, vom Unterricht bis zum Musikschulmanagement. Dann kommt aber auch das Ausprobieren des Lehrens, bei dem der Profi einen coacht. Die LMZ-Methodikdozenten und –dozentinnen für jeden einzelnen Fachbereich begleiten die Studierenden dabei. Und dabei wächst auch das Gefühl dafür, ob der Lehrberuf eine Berufung sein kann.

Martin, entwickelte sich das so bei Dir?

ML: Ja, ich denke, das lief immer parallel: In meiner Ausbildung als Pianist entdeckte ich Grenzen, auch Grenzen der Motivation. Ich denke, das kann einem erst beim Praktizieren klar werden. Als Praktikant in einem Orchester z.B. wird einem klar, dass hier Musik nach Regeln von anderen gemacht wird, es ist immer jemand da oben, der einem die Interpretation vorschreibt, der Kontakt zum Publikum, zu den anderen, ist immer vermittelt. Das Unterrichten hingegen hat unmittelbar mit dem Gegenüber zu tun, die Person ist Lernender, aber auch Musikpartner, Freund. So direkt kann man Musik im Orchester nicht weitergeben.

Alla, wie war es bei Dir? Wusstest Du schon, was Du später musikalisch machen wolltest?

AG: Oh ja, sehr früh! Ich wusste schon mit 12, dass ich Klavier unterrichten wollte. Ich hatte unheimlich viel Freude am Musizieren, Wettbewerbe gewonnen, da ich tolle Klavierlehrer hatte, die mich mit ihrer Persönlichkeit so inspiriert und mit Musik regelrecht unifiziert hatten (lacht), dass ich wie sie werden wollte, eine Klavierpädagogin.

Wie war dann Dein weiterer Werdegang?

AG: Ich wurde in der Ukraine geboren und in Russland/Westsibirien aufgewachsen, deshalb habe dort die Schule und Musikschule, im Fach Klavier absolviert. Zum Studium bin ich dann zurück in die Ukraine, Uman/Kiev gegangen und habe dann ein musikpädagogisches Studium abgeschlossen, ebenso im Fach Klavier. Danach immigrierte ich nach Deutschland und habe weitere 6 Jahre an der Universität Musikpädagogik studiert, auch mit dem Examen bei Prof. Loritz.

Was würdest Du jemandem sagen, warum er sich für Instrumental- bzw. Vokalpädagogik entscheiden sollte?

AG: Die Entscheidung geht immer von der inneren Berufung aus. Man muss als Künstler auf der Bühne es mit ganzem Herzen wollen und im Unterricht auch. Man kann auch dafür brennen zu lehren.

Was hat man davon, Musik zu unterrichten?

AG: Die Freude, die schönste Sache der Welt mit anderen zu teilen. Zu sehen, wie die bei anderen wächst. Ich hatte z.B. einen Jungen, der war 17 und hatte so ein bisschen was gelernt, er wollte richtig Klavier spielen können. Er kam und spielte mir ein Präludium aus dem Buch von Anna Maria Bach vor. Nach zwei Jahren Unterricht spielt er die Sonate Nr. 17 von Beethoven!

Immer wieder hat man Probleme bei jüngeren Schülern, diese zu motivieren. Was kann einem dabei helfen?

ML: Ich denke, man kann Ziele aufzeigen. Stücke, die man sich vornimmt, gemeinsames Musizieren.

Was motiviert Euch?

AG: Ich lerne unglaublich viel durch Pädagogik, es zeigt mir für mein eigenes Spiel immer wieder neue Perspektiven auf.

ML: Ja, das Vermitteln der Musikstücke bringt mich zu mir zurück, auch zu Stücken, die man schon viele Jahre kennt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich erst nach 20 Jahren, durch den Unterricht, ein Stück endlich „geknackt“ habe.

AG: Wer unterrichtet, bleibt auch als Musiker und Mensch einfühlsamer und facettenreicher!


Das Interview führte das Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg. Weitere Informationen zum Studium der Instrumental- und Gesangspädagogik finden Sie auf der Website des LMZ.

Konzert der Pianoklasse Alla Gonchar im Bechstein Centrum Augsburg

Konzertbericht von Oliver Reinartz
Konzert am 6. April 2019

Barock, Wiener Klassik, Romantik, Moderne, Boogie-Woogie und Jazz – alle relevanten Stilrichtungen waren beim Konzert der Pianoklasse von Alla Gonchar im Bechstein Centrum Augsburg vertreten.

Aber nicht nur die musikalischen Epochen, auch das Alter der teilnehmenden Schülerinnen und Schüler war breit gefächert: von 8 bis „etwa 60“. Ebenso vielfältig zeigte sich der Ausbildungsstand – vom Anfänger bis zur fortgeschrittenen Musikstudentin.

Bereits die beiden jüngsten Pianistinnen im Alter von 8 und 10 Jahren spannten einen beeindruckenden Bogen von Bach, Telemann und Mozart über Tschaikovsky und Schumann bis hin zu Goedicke und Gribojedow. Dabei wurde deutlich, dass es neben der technischen Beherrschung vor allem auf den Klang ankommt – eine Qualität, die beide Schülerinnen im Unterricht erlernt und beim Vortrag eindrucksvoll umgesetzt hatten.

Die erwachsenen Schülerinnen und Schüler überzeugten durch gefühlvolle und zugleich dynamische Darbietungen von Werken unter anderem von Tschaikowsky, Scarlatti, Mendelssohn-Bartholdy, Mozart, Dave Brubeck und Jimmy Yancey.

Auch das Wissen über Leben, Werk und Epoche der jeweiligen Komponisten kam nicht zu kurz. Die Pianistinnen und Pianisten führten das Publikum mit kurzen Einleitungen in die musikgeschichtlichen Hintergründe ein und zeigten damit, dass im Unterricht von Alla Gonchar eine umfassende musikalische Ausbildung im Mittelpunkt steht.

Insgesamt entstand ein eindrucksvoller Reigen von Emotionen, der sowohl beim Spielen als auch beim Zuhören spürbar war. Klavierspielen ist eben weit mehr als bloßes „Klimpern“ – eine Erkenntnis, die dieses Konzert eindrucksvoll unter Beweis stellte.

Den Musikerinnen und Musikern, die dem Publikum mit ihrem Spiel so viel Freude bereitet haben, gebührt großer Dank. Man kann nur erahnen, wie viel intensives Üben den Tagen und Wochen vor diesem Konzert vorausgegangen ist.

Ein herzliches Dankeschön gilt Alla Gonchar für ihre Geduld im Unterricht sowie für die engagierte Vorbereitung dieses Konzerts, die ohne zusätzlichen Einsatz kaum möglich gewesen wäre.

Ebenso danken wir dem Bechstein Centrum Augsburg und Herrn Seeberger, die den Konzertflügel sowie die hervorragenden Rahmenbedingungen zur Verfügung gestellt haben – und hoffentlich auch die kleine zeitliche Überziehung des Programms wohlwollend aufgenommen haben.

Von Null auf Hochschule: Wie Elias in nur 8 Monaten seinen Musiktraum verwirklichte

Ein Traum mit Hindernissen

Elias Gast wusste genau, was er wollte: Er wollte Musik unterrichten. Dafür benötigte er ein musikpädagogisches Studium, und die Studiengänge „Schulmusik“ oder „Instrumentalpädagogik“ standen ganz oben auf seiner Liste. Doch bevor er sich überhaupt bewerben konnte, gab es ein entscheidendes Hindernis: Elias hatte noch nie Klavierunterricht gehabt und besaß auch kein Instrument zum Üben.

Die Suche nach der richtigen Lehrerin

Der Kaufbeurer Schüler begann seine Recherche im Internet und wurde schließlich fündig: Alla Gonchar, eine erfahrene Augsburger Pianistin und Musikpädagogin, spezialisiert auf die Vorbereitung von Aufnahmeprüfungen. Ihre Referenzen konnten sich sehen lassen – unter anderem hatte die Günzburger Zeitung über ihren Schüler Angelo Zanon berichtet, der es in nur zwei Jahren zum beachtlichen Tastentalent gebracht hatte.

Im Oktober 2015 nahm Elias den ersten Unterricht. Für die Musikstunden und ein eigenes Piano sparte er jeden Cent zusammen. Die anfängliche Geduld seiner Geschwister gegenüber dem stundenlangen Üben schwand mit der Zeit – besonders sein älterer Bruder wurde immer ungeduldiger, je näher die Aufnahmeprüfung rückte.

Der besondere Unterricht: Mehr als nur Noten lesen

„Wenn ihr meine Sonate verstehen wollt, müsst ihr auch den ‚Sturm‘ von Shakespeare lesen“ – mit diesem Zitat begrüßt Alla Gonchar ihre Schüler im Musiksaal, wo ein prächtiger schwarzer Flügel steht.

Ihr Unterrichtsansatz ist ungewöhnlich: Bereits nach acht Monaten beginnt sie mit Improvisation. „Das gehört unbedingt dazu“, erklärt sie, „und zwar vom ersten Tag an. Der Knackpunkt ist, zu entkalken – geistig und körperlich.“

Ihre Methode:

  • Vierhändiges Improvisieren – erst sie die Ober-, er die Unterstimme, dann umgekehrt
  • Steigerung des Tempos bis hin zu tangoartigen Rhythmen
  • Fokussierung auf Technik: „Du musst mehr Fingerkuppe nutzen“
  • Die Philosophie: „Weniger ist mehr! Laut kann ‚jeder Depp‘ spielen“

Die Lehrerin hinter dem Erfolg

Alla Gonchars Werdegang ist selbst bemerkenswert: In der Ukraine geboren, in Sibirien aufgewachsen, lebt sie seit 15 Jahren in Deutschland und beherrscht sowohl die deutsche Sprache als auch das Klavierspiel perfekt. An den Universitäten Kiew und Augsburg zur Musikpädagogin ausgebildet, war ihr Ziel nie, Virtuosin zu werden.

„Mein Anliegen war von Anfang an die Lehrtätigkeit, das ‚Weitergeben'“, sagt die 39-Jährige. „Das Aufwecken, Vermitteln, Formen – eine Aufgabe, die ich liebe.“

Der große Erfolg

Im Juli 2016 – nach nur acht Monaten intensiven Klavierunterrichts – bestand Elias Gast die Eignungsprüfungen mit Bravour. Er konnte sich sogar zwischen zwei renommierten Hochschulen entscheiden: der Musikhochschule in Detmold und der Musikakademie in Wiesbaden. Seine Wahl fiel auf Detmold, wo er inzwischen sein Studium aufgenommen hat.


Dieser Beitrag zeigt: Mit der richtigen Unterstützung, Leidenschaft und Durchhaltevermögen sind selbst ambitionierte Ziele in kurzer Zeit erreichbar. Elias‘ Geschichte ist ein inspirierendes Beispiel dafür, wie gezielte Förderung und individuelle Betreuung junge Talente zum Erfolg führen können.

Originalartikel: ASO-Januar17_9-2.pdf

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