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19. Januar 2024

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19. Januar 2024

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15. Januar 2023

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Leopold-Mozart-Zentrum an der Universität Augsburg Interview mit Prof. Dr. Martin Loritz (ML), Professor für Instrumental- und Gesangspädagogik am Leopold-Mozart-Zentrum, und Alla Gonchar (AG), Dozentin für Instrumentalpädagogik. Worum geht in der Instrumental- und Gesangspädagogik? ML: Es geht darum, wie man als Musikerin bzw. Musiker in die Lage versetzt wird, kompetenten Instrumental- oder Gesangsunterricht zu erteilen, in Musikschulen oder auch im privaten Unterricht. Wie ist die Instrumental-und Gesangspädagogik (IGP) am LMZ in den Bachelorstudienganz Musik integriert? ML: Jeder, der Musik am LMZ studiert, muss sich bereits zu Beginn für ein Profil von dreien entscheiden: Instrumental-und Gesangspädagogik (IGP), Blasorchesterleitung (BOL) oder Elementare Musikpädagogik (EMP). Im Profil IGP und kommen die jungen Musikerinnen und Musiker mit einem Instrument bzw. ihrer Stimme als Hauptfach, welches über alle Semester in der künstlerischen Weiterentwicklung in Mittelpunkt steht und erfahren zusätzlich, wie sie diese musikalisch-künstlerische Kompetenz an andere weitergeben können. Bei BOL steht das Dirigieren, bezogen auf sinfonische Blasmusik, im Mittelpunkt, bei EMP die musikpädagogische Arbeit mit Gruppen und Personen jeden Alters außerhalb der staatlichen Schulen. Das heißt, im Studium mit Profil IGP wird man Künstler und Lehrer? ML: So könnte man es sagen. Die Mehrzahl der Musikhochschulen in Deutschland hat pädagogische Anteile. Bei uns wird dieser Anteil jedoch zum wichtigen Zusatzbaustein für einen späteren Beruf. Wir sind unserem Namensgeber Leopold Mozart sehr verpflichtet, der eben auch ein sehr engagierter Lehrer war, dessen Violinschule bis heute Standard ist. Heißt das, dass man bei der künstlerischen Ausbildung Abstriche macht? ML: Nein, im Gegenteil, man bekommt mehr dazu. Wir sind der Meinung, dass nur ein wirklich guter Künstler auch gut unterrichten kann, weil er sein Instrument/die Stimme und die musikalischen Möglichkeiten zur Gänze beherrscht. Aber umgekehrt wird auch ein Schuh daraus: Es gibt praktisch keinen Künstler, auch unter den Weltstars, der nicht auch irgendwann einmal unterrichtet. Und das sollte er/sie auch können. Die Entscheidung, wohin es einen in der beruflichen Ausbildung drängt, ist ja noch nicht immer so klar: Meistens ist nur sicher: Man liebt die Musik und möchte sie ein Leben lang nicht missen. Während des Bachelorstudiums beginnt man zu begreifen, wohin es einen zieht: Ob man das Zeug und auch das Durchhaltevermögen für die solistische Karriere und den Orchesterberuf hat, ob man auch mit den privaten Einschränkungen, die häufig damit verbunden sind (Nachtarbeitszeiten, familiäre Einschränkungen, hohe Mobilität u.a.m.) leben möchte. Wenn man das kann und möchte, kann man am LMZ ein künstlerisches Masterstudium anschließen. Oder man merkt, dass die Vermittlung der Musik vielleicht die viel spannendere Aufgabe ist. Wie wird man auf die unterschiedlichsten Aufgaben im Studium vorbereitet? ML: Hier am LMZ gibt es eine hohe Praxiskomponente: Es gibt Praktika an Musikschulen, sowohl das Dem-Profi-über-die Schulter-schauen, das ist die Hospitation. Die Studierenden bekommen den gesamten Alltag der Musikschulen mit, vom Unterricht bis zum Musikschulmanagement. Dann kommt aber dann auch das Ausprobieren des Lehrens, bei dem der Profi einen coacht. Die LMZ- Methodikdozenten und –dozentinnen für jeden einzelnen Fachbereich begleiten die Studierenden dabei. Und dabei wächst auch das Gefühl dafür, ob der Lehrberuf eine Berufung sein kann. Martin, entwickelte sich das so bei Dir? Ja, ich denke, das lief immer parallel: In meiner Ausbildung als Pianist entdeckte ich Grenzen, auch Grenzen der Motivation. Ich denke, das kann einem erst beim Praktizieren klar werden. Als Praktikant in einem Orchester z.B. wird einem klar, dass hier Musik nach Regeln von anderen gemacht wird, es ist immer jemand da oben, der einem die Interpretation vorschreibt, der Kontakt zum Publikum, zu den anderen, ist immer vermittelt. Das Unterrichten hingegen hat unmittelbar mit dem Gegenüber zu tun, die Person ist Lernender, aber auch Musikpartner, Freund. So direkt kann man Musik im Orchester nicht weitergeben. Alla, wie war es bei Dir? Wusstest Du schon, was Du später musikalisch machen wolltest? AG: Oh ja, sehr früh! Ich wusste schon mit 12, dass ich Klavier unterrichten wollte. Ich hatte unheimlich viel Freude am Musizieren, Wettbewerbe gewonnen, da ich tolle Klavierlehrer hatte, die mich mit ihrer Persönlichkeit so inspiriert und mit Musik regelrecht unifiziert hatten ( lacht), dass ich wie sie werden wollte, eine Klavierpädagogin. Wie war dann Dein weiterer Werdegang? AG: Ich wurde in der Ukraine geboren und in Russland/ Westsibirien aufgewachsen , deshalb habe dort die Schule und Musikschule , im Fach Klavier absolviert . Zum Studium bin ich dann zurück in die Ukraine, Uman/ Kiev gegangen und habe dann ein musikpädagogisches Studium abgeschlossen, ebenso im Fach Klavier. Danach immigrierte ich nach Deutschland und habe weitere 6 Jahre an der Universität Musikpädagogik studiert, auch mit dem Examen bei Prof . Loritz. Was würdest Du jemandem sagen, warum er sich für Instrumental- bzw. Vokalpädagogik entscheiden sollte? AG: Die Entscheidung geht immer von der inneren Berufung aus. Man muss als Künstler auf der Bühne es mit ganzem Herzen wollen und im Unterricht auch. Man kann auch dafür brennen zu lehren. Was hat man davon Musik zu unterrichten? AG: Die Freude, die schönste Sache der Welt mit anderen zu teilen. Zu sehen, wie die bei anderen wächst. Ich hatte z.B. einen Jungen, der war 17 und hatte so ein bisschen was gelernt, er wollte richtig Klavier spielen können. Er kam und spielte mir ein Präludium aus dem Buch von Anna Maria Bach vor. Nach zwei Jahren Unterricht spielt er die Sonate Nr. 17 von Beethoven! Immer wieder hat man Probleme bei jüngeren Schülern, diese zu motivieren? Was kann einem dabei helfen? ML: Ich denke, man kann Ziele aufzeigen. Stücke, die man sich vornimmt, gemeinsames Musizieren. Was motiviert Euch? AG: Ich lerne unglaublich viel durch Pädagogik , es zeigt mir für mein eigenes Spiel immer wieder neue Perspektiven auf. ML: Ja, das Vermitteln der Musikstücke bringt mich zu mir zurück, auch zu Stücken, die man schon viele Jahre kennt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich erst nach 20 Jahren, durch den Unterricht, ein Stück endlich „geknackt“ habe. AG: Wer unterrichtet, bleibt auch als Musiker und Mensch einfühlsamer und facettenreicher!

15. Januar 2023

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Leopold-Mozart-Zentrum an der Universität Augsburg

Interview mit Prof. Dr. Martin Loritz (ML), Professor für Instrumental- und Gesangspädagogik am Leopold-Mozart-Zentrum, und Alla Gonchar (AG), Dozentin für Instrumentalpädagogik.

Worum geht in der Instrumental- und Gesangspädagogik?
ML: Es geht darum, wie man als Musikerin bzw. Musiker in die Lage versetzt wird, kompetenten Instrumental- oder Gesangsunterricht zu erteilen, in Musikschulen oder auch im privaten Unterricht.
Wie ist die Instrumental-und Gesangspädagogik (IGP) am LMZ in den Bachelorstudienganz Musik integriert?
ML: Jeder, der Musik am LMZ studiert, muss sich bereits zu Beginn für ein Profil von dreien entscheiden: Instrumental-und Gesangspädagogik (IGP), Blasorchesterleitung (BOL) oder Elementare Musikpädagogik (EMP). Im Profil IGP und kommen die jungen Musikerinnen und Musiker mit einem Instrument bzw. ihrer Stimme als Hauptfach, welches über alle Semester in der künstlerischen Weiterentwicklung in Mittelpunkt steht und erfahren zusätzlich, wie sie diese musikalisch-künstlerische Kompetenz an andere weitergeben können. Bei BOL steht das Dirigieren, bezogen auf sinfonische Blasmusik, im Mittelpunkt, bei EMP die musikpädagogische Arbeit mit Gruppen und Personen jeden Alters außerhalb der staatlichen Schulen. Das heißt, im Studium mit Profil IGP wird man Künstler und Lehrer?
ML: So könnte man es sagen. Die Mehrzahl der Musikhochschulen in Deutschland hat pädagogische Anteile. Bei uns wird dieser Anteil jedoch zum wichtigen Zusatzbaustein für einen späteren Beruf. Wir sind unserem Namensgeber Leopold Mozart sehr verpflichtet, der eben auch ein sehr engagierter Lehrer war, dessen Violinschule bis heute Standard ist.
Heißt das, dass man bei der künstlerischen Ausbildung Abstriche macht? ML: Nein, im Gegenteil, man bekommt mehr dazu. Wir sind der Meinung, dass nur ein wirklich guter Künstler auch gut unterrichten kann, weil er sein Instrument/die Stimme und die musikalischen Möglichkeiten zur Gänze beherrscht. Aber umgekehrt wird auch ein Schuh daraus: Es gibt praktisch keinen Künstler, auch unter den Weltstars, der nicht auch irgendwann einmal unterrichtet. Und das sollte er/sie auch können.

Die Entscheidung, wohin es einen in der beruflichen Ausbildung drängt, ist ja noch nicht immer so klar: Meistens ist nur sicher: Man liebt die Musik und möchte sie ein Leben lang nicht missen. Während des Bachelorstudiums beginnt man zu begreifen, wohin es einen zieht: Ob man das Zeug und auch das Durchhaltevermögen für die solistische Karriere und den Orchesterberuf hat, ob man auch mit den privaten Einschränkungen, die häufig damit verbunden sind (Nachtarbeitszeiten, familiäre Einschränkungen, hohe Mobilität u.a.m.) leben möchte. Wenn man das kann und möchte, kann man am LMZ ein künstlerisches Masterstudium anschließen. Oder man merkt, dass die Vermittlung der Musik vielleicht die viel spannendere Aufgabe ist.
Wie wird man auf die unterschiedlichsten Aufgaben im Studium vorbereitet?
ML: Hier am LMZ gibt es eine hohe Praxiskomponente: Es gibt Praktika an Musikschulen, sowohl das Dem-Profi-über-die Schulter-schauen, das ist die Hospitation. Die Studierenden bekommen den gesamten Alltag der Musikschulen mit, vom Unterricht bis zum Musikschulmanagement. Dann kommt aber dann auch das Ausprobieren des Lehrens, bei dem der Profi einen coacht. Die LMZ-
Methodikdozenten und –dozentinnen für jeden einzelnen Fachbereich begleiten die Studierenden dabei. Und dabei wächst auch das Gefühl dafür, ob der Lehrberuf eine Berufung sein kann.
Martin, entwickelte sich das so bei Dir?
Ja, ich denke, das lief immer parallel: In meiner Ausbildung als Pianist entdeckte ich Grenzen, auch Grenzen der Motivation. Ich denke, das kann einem erst beim Praktizieren klar werden. Als Praktikant in einem Orchester z.B. wird einem klar, dass hier Musik nach Regeln von anderen gemacht wird, es ist immer jemand da oben, der einem die Interpretation vorschreibt, der Kontakt zum Publikum, zu den anderen, ist immer vermittelt. Das Unterrichten hingegen hat unmittelbar mit dem Gegenüber zu tun, die Person ist Lernender, aber auch Musikpartner, Freund. So direkt kann man Musik im Orchester nicht weitergeben.
Alla, wie war es bei Dir? Wusstest Du schon, was Du später musikalisch machen wolltest?
AG: Oh ja, sehr früh! Ich wusste schon mit 12, dass ich Klavier unterrichten wollte. Ich hatte unheimlich viel Freude am Musizieren, Wettbewerbe gewonnen,
da ich tolle Klavierlehrer hatte, die mich mit ihrer Persönlichkeit so inspiriert und mit Musik regelrecht unifiziert hatten ( lacht), dass ich wie sie werden wollte, eine Klavierpädagogin.
Wie war dann Dein weiterer Werdegang?
AG: Ich wurde in der Ukraine geboren und in Russland/ Westsibirien aufgewachsen , deshalb habe dort die Schule und Musikschule , im Fach Klavier absolviert . Zum Studium bin ich dann zurück in die Ukraine, Uman/ Kiev gegangen und habe dann ein musikpädagogisches Studium abgeschlossen, ebenso im Fach Klavier. Danach immigrierte ich nach Deutschland und habe weitere 6 Jahre an der Universität Musikpädagogik studiert, auch mit dem Examen bei Prof . Loritz.
Was würdest Du jemandem sagen, warum er sich für Instrumental- bzw. Vokalpädagogik entscheiden sollte?

AG: Die Entscheidung geht immer von der inneren Berufung aus. Man muss als Künstler auf der Bühne es mit ganzem Herzen wollen und im Unterricht auch. Man kann auch dafür brennen zu lehren.
Was hat man davon Musik zu unterrichten?
AG: Die Freude, die schönste Sache der Welt mit anderen zu teilen. Zu sehen, wie die bei anderen wächst. Ich hatte z.B. einen Jungen, der war 17 und hatte so ein bisschen was gelernt, er wollte richtig Klavier spielen können. Er kam und spielte mir ein Präludium aus dem Buch von Anna Maria Bach vor. Nach zwei Jahren Unterricht spielt er die Sonate Nr. 17 von Beethoven!
Immer wieder hat man Probleme bei jüngeren Schülern, diese zu motivieren? Was kann einem dabei helfen?
ML: Ich denke, man kann Ziele aufzeigen. Stücke, die man sich vornimmt, gemeinsames Musizieren.
Was motiviert Euch?
AG: Ich lerne unglaublich viel durch Pädagogik , es zeigt mir für mein eigenes Spiel immer wieder neue Perspektiven auf.
ML: Ja, das Vermitteln der Musikstücke bringt mich zu mir zurück, auch zu Stücken, die man schon viele Jahre kennt. Manchmal habe ich das Gefühl, dass ich erst nach 20 Jahren, durch den Unterricht, ein Stück endlich „geknackt“ habe.
AG: Wer unterrichtet, bleibt auch als Musiker und Mensch einfühlsamer und facettenreicher!

15. Januar 2023

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Alter Hund lernt neue Tricks

In 8 Monaten zum Musikhochschulstudium